Themen: Beschleunigerphysik (174) BESSY II (269)

Nachricht    30.07.2018

Shutdown BESSY II: Die Arbeiten haben begonnen

Blick in die Experimentierhalle von BESSY II. HZB / D.Butenschön 

Ab 30. Juli 2018 wird BESSY II für mehrere Wochen abgeschaltet. Im Sommer-Shutdown stehen Austausch und Überarbeitung wichtiger Komponenten im Speicherringtunnel an. Dabei beginnen auch die ersten Umbauarbeiten für das Projekt BESSY VSR. Der Ausbau von BESSY II zu einem Variablen-Pulslängen-Speicherring (BESSY VSR) wird Forschenden weltweit einzigartige Experimentierbedingungen ermöglichen. Der Shutdown endet am 30. September 2018, der Nutzerbetrieb beginnt am 30. Oktober 2018.

Für das VSR-Projekt bauen die HZB-Mitarbeitenden während des Shutdowns den Multipol-Wellenlängenschieber, die beiden Beamlines für EDDI und MagS sowie die Strahlenschutzhütten vollständig ab. Dieser Platz wird benötigt, um die Kälteversorgung für die supraleitenden Kavitäten im Speicherring aufzubauen. Sie sind Schlüsselkomponenten, um BESSY VSR zu realisieren. Für ihre Kühlung braucht man eine aufwendige Infrastruktur, die in den nächsten zwei Jahren in der Experimentierhalle aufgebaut wird.

Darüber hinaus stehen weitere Arbeiten während des Shutdowns an: Mitarbeiter aus dem Institut für Beschleunigerphysik bauen eine Diagnose-Beamline für BESSY VSR in der Nähe der EMIL-Hütte auf. Außerdem werden die beiden Wellenlängenschieber überarbeitet und weitere Komponenten (Landau-Kavitäten und ein CPMU17) für das EMIL-Labor eingebaut. Zudem entsteht ein Labor für elektrochemische Untersuchungen an Fest-Flüssig-Grenzflächen (BElChem) an BESSY II.

Einen detaillierten Einblick in die Arbeiten rund um den Shutdown gibt es im HZB-Campusblog

(sz)


           



Das könnte Sie auch interessieren
  • <p>Eine ferrimagnetische Probe aus einer Eisen-Gadolinium Legierung wurde am Femtoslicing-Experiment von BESSY II analysiert.</p>SCIENCE HIGHLIGHT      10.05.2019

    Laserinduzierte Spindynamik in Ferrimagneten: Wohin geht der Drehimpuls?

    Durch intensive Laserpulse kann die Magnetisierung eines Materials sehr schnell manipuliert werden. Magnetisierung wiederum ist fundamental mit dem Drehimpuls der Elektronen im Material verbunden. Ein Forscherteam des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI) konnte nun an BESSY II den Drehimpulstransfer in einer ferrimagnetischen Eisen-Gadolinium-Legierung im Detail verfolgen. Dabei gelang es ihnen, am Femtoslicing-Experiment bei BESSY II die ultraschnelle optische Entmagnetisierung zu vermessen und deren grundlegende Prozesse und Geschwindigkeitsgrenzen zu verstehen. Die Forschungsergebnisse wurden in der Zeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht. [...]


  • <p>Die Tomographie einer neuwertigen Lithium-Elektrode.</p>SCIENCE HIGHLIGHT      06.05.2019

    3D-Tomographien zeigen, wie Lithium-Akkus altern

    Lithium-Akkus verlieren mit der Zeit an Kapazität. Bei jeder neuen Aufladung können sich Mikrostrukturen an den Elektroden bilden, die die Kapazität weiter reduzieren. Nun hat ein HZB-Team zusammen mit Batterieforschern aus dem Forschungszentrum Jülich, der Universität Münster und Partnern aus Forschungseinrichtungen in China den Prozess der Degradation von Lithium-Elektroden erstmals im Detail dokumentiert. Dies gelang ihnen mithilfe eines 3D-Tomographieverfahrens mit Synchrotronstrahlung an BESSY II (HZB) sowie am Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG). Ihre Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Materials Today veröffentlicht (Open Access). [...]


  • <p>Zinnselenid besitzt eine schichtartige orthorhombische Kristallstruktur (links). Oberhalb von 500 Grad Celsius (rechts) &auml;ndert sich die Anordnung der Schichten.</p>SCIENCE HIGHLIGHT      24.04.2019

    Thermoelektrika: Neue Einblicke ins Rekordmaterial Zinnselenid

    Bei den Thermoelektrika könnte Zinnselenid die bisherigen Rekordhalter aus Wismuttellurid an Effizienz deutlich übertreffen. Allerdings ist der thermoelektrische Effekt in Zinnselenid nur bei Temperaturen oberhalb von 500 Grad so enorm. Nun zeigen Messungen an den Synchrotronquellen BESSY II und PETRA III, dass sich Zinnselenid auch bei Raumtemperatur als Thermoelektrikum nutzen lässt – sofern man hohen Druck anlegt. [...]




Newsletter