Open Access und Open Science - was ist das?

Sie haben den Ausdruck Open Access oder Open Science schon einmal gehört und wissen damit wenig anzufangen? Sie wollen wissen, was es mit der Berliner Erklärung auf sich hat? Wie steht es mit Open Access und Open Science in der wissenschaftlichen Gemeinschaft, wie in der Helmholtz-Gemeinschaft? Steht bei Veröffentlichungen Open Access in einem Gegensatz zu Qualitätssicherung?

Detailliertere Informationen über Open Access am Zentrum finden Sie auf unserer internen Seite.

Pflicht zur Ablage im HZB-Repositorium

Mit der Änderung des Urheberrechts 2013 wurde in §38 UrhG Absatz 4 ein nicht ausschließbares Zweitveröffentlichungsrecht bei Veröffentlichungen für die Urheber in Einrichtungen mit überwiegend öffentlicher Förderung eingeführt. Es erlaubt diesen, Artikel in Zeitschriften, welche mindestens zweimal im Jahr erscheinen, 12 Monate nach Erscheinen in der akzeptierten Manuskript-Version (nicht in der Verlagsversion) öffentlich zugänglich zu machen (sog. Green Open Access). Dafür steht das HZB-Repositorium zur Verfügung.

Das Recht dazu haben die Urheber, also die Autoren. Durch die Veröffentlichungsordnung des HZB erhält das HZB ein einfaches Nutzungsrecht.

Alle Autoren mit HZB-Bezug sind verpflichtet, entsprechende Versionen in PASTA zu hinterlegen. Die Embargo-Frist wird vom System automatisch beachtet. Achtung: Die Verlagsversion darf dafür nicht verwendet werden! Das HZB hat sich in der HGF dazu verpflichtet bis 2026 alle Veröffentlichungen zumindest als Green Open Access bereitzustellen.

 

Gold Open Access

Bei Veröffentlichungen in EU-Projekten muss eine verkürzte Embargofrist von 6 (anstelle 12) Monaten mit dem Verlag vereinbart werden. Häufig ist es dann einfacher, die Veröffentlichung dann als Gold Open Access (einmalige Zahlung einer Gebühr an den Verlag, Veröffentlichung unter der Lizenz CC BY) zu machen. Reine Gold Open Access-Zeitschriften sind zu bevorzugen.

Für die Verlage Wiley, RSC und ECS hat das HZB Verträge, die eine für die Autoren unentgeltliche Gold Open Access-Veröffentlichung für Artikel mit HZB-Hauptautoren (corresponding author) in deren subskriptionsbasierten Zeitschriften (sog. hybride Zeitschirften) als Standard ermöglichen. Bei diesen Verlagen wird die HZB-Bibliothek automatisch in den Prozess einbezogen.

Für Veröffentlichungen in reinen Gold Open Access-Zeitschriften von Wiley wird ab 1.7. die dann um 20 % ermäßigte Gebühr  zentral verrechnet, muss aber von den OEs intern gezahlt werden.

Unterhalb einer definierten Summe werden Veröffentlichungen aus den EU-Projektmitteln finanziert und über eine spezielle Agentur abgewickelt. Alle anderen bezahlten Veröffentlichungen müssen über die HZB-Bibliothek abgewickelt werden.

Fragen Sie bitte im Zweifel bei der HZB-Bibliothek vor Vertragsunterzeichnung nach!

Alle Verträge mit Verlagen müssen über die HZB-Bibliothek abgewickelt werden.

Bei Veröffentlichungen mit Gold Open Access ist eine Hinterlegung auf dem HZB-Repositorium weder nötig noch sinnvoll.